Der Alte Bund / Der Neue Bund

Die Briefe aus dem Buch der Offenbarung sind an Gemeinden gerichtet,
die noch nicht im Neuen Bund angekommen sind und daher stehen sie unter dem Alten Bund, dem Zorn Gottes.
Die Gemeinden haben noch nicht wirklich gesiegt. Die Gemeinden stehen noch nicht im wahrhaftigen Glauben.

Wenn dein Herz rein ist, dann sind auch dein gesprochenes Wort, dein Denken, deine Planungen und dein Tun rein.
Wenn dein Herz unrein ist, dann sind auch dein gesprochenes Wort, dein Denken, deine Planungen und dein Tun unrein.

Der Baum des Leben – Der Neue Bund / Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – Der Alte Bund

Das Alte Testament und das Neue Testament sind miteinander verzahnt.
Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – Der Alte Bund & Der Baum des Lebens – Der Neue Bund sind komplett voneinander zu unterscheiden.
Der Baum des Lebens – Der Neue Bund spiegelt die reine Liebe & Barmherzigkeit Gottes wider.
Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – Der Alte Bund ist das Gemisch von Gut und Böse und spiegelt den Zorn Gottes wider.
Der Baum des Lebens – Der Neue Bund steht für die inneren vollendeten und ewig gültigen Herzensgesetze.
Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – Der Alte Bund steht für die äußeren Gesetze, die nie vollständig sein können.

Die Menschen, die am Baum des Lebens angeknüpft sind und damit im Neuen Bund stehen suchen nach Lösungen und sind bestrebt das Vollendete zu repräsentieren.
Die Menschen, die am Baum der Erkenntnis von Gut und Böse angeknüpft sind und damit unter
dem Alten Bund stehen suchen nach Fehlern, Widersprüchen, Schwächen und Sünden in
anderen Menschen und repräsentieren das Stückwerk.

Der Baum des Lebens – Der Neue Bund: Vielfalt in der Einheit des Lebens.
Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – Der Alte Bund: Trennung & Spaltung im Einheitsbrei des geistigen Todes.

Der Baum des Lebens – Der Neue Bund: Menschen sehen den Gott, der Liebe ist.
Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – Der Alte Bund: Menschen haben Angst vor Gott, Menschen ignorieren Gott.

Der Baum des Lebens steht für den Neuen Bund. Der Baum der Erkenntnis von
Gut und Böse steht für den Alten Bund. Ein Gläubiger, der im Neuen Bund verankert
ist, sieht nicht eine Sünde im Nächsten, sondern die Not, die sich hinter einer Sünde
verbirgt, er sieht das Herz seines Nächsten und baut seinen Nächsten durch die
Liebe Gottes auf. Ein Gläubiger, der im Neuen Bund steht, handelt aus innerem
Erbarmen heraus, aus seinen inneren ewig gültigen Herzensgesetzen heraus, aus
der Liebe Gottes heraus. Er setzt keinen Menschen herab, sondern er baut die ihm
anvertrauten Menschen auf und führt sie in den Neuen Bund. Ein Mensch, der
unter dem Alten Bund steht, sieht nicht das Herz seines Nächsten, sondern er sieht
einfach nur auf den Menschen, auf die Oberfläche seines Nächsten. Ein Mensch,
der unter dem Alten Bund steht sieht nur eine Sünde in seinem Nächsten, aber nicht
die Not, die sich hinter einer Sünde verbirgt und nicht den tiefergehenden Grund
einer vermeintlich begangenen Sünde. Es finden oberflächliche Bewertungen statt
und die eigene Sündhaftigkeit wird ignoriert. Ein Mensch, der unter dem Alten Bund
steht, ist in seinen eigenen Gedankengängen und Überzeugungen gefangen und nicht
offen für andere Sichtweisen. Ein Mensch, der unter dem Alten Bund steht handelt
in der Regel erbarmungslos und unterliegt dem Zorn. Er orientiert sich an äußeren
Gesetzmäßigkeiten und ignoriert die Barmherzigkeit Gottes.

Gott, der Herr, nahm den Menschen und gab ihm seinen Wohnsitz
im Garten von Eden, damit er ihn bearbeite und hüte.
Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen:
Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom
Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen;
denn am Tag, da du davon isst, wirst du sterben.
Genesis, Kapitel 2, Verse 15-17

Eva hat Adam überredet etwas Bestimmtes zu tun. Jemanden zu etwas zu überreden gehört
nicht zu einer Tugend des Neuen Bundes. Wenn man jemanden zu etwas überreden will,
dann handelt man nicht aus dem Glauben heraus, sondern aus einem inneren Zwang.

Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte.
Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens
essen? Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen
wir essen; nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott
gesagt: Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.
Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr:
Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut
und Böse. Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum
eine Augenweide war und begehrenswert war, um klug zu werden. Sie nahm von seinen
Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß.
Genesis, Kapitel 3, Verse 1-6

Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch
gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist
und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit
stützte, sondern auf die Kraft Gottes.
1 Korinther, Kapitel 2, Verse 4-5

Das sage ich, damit euch niemand
durch Überredungskünste täuscht.
Kolosser, Kapitel 2, Vers 4

Durch das Essen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse sind die Menschen
geistig gestorben. Sie leben zwar in der Welt, aber getrennt von Gott. Adam und
Eva kannten zwar Gott und dadurch haben sie an Gott geglaubt, der Glaube war
aber noch nicht so durchdringend, so dass sie zu Gott ein vertrauensvolles und
familiäres Verhältnis hatten. Sie haben sich in die Machenschaften der Welt verwickeln
lassen und sind aus dem Glauben an Gott herausgefallen. Der Mensch wollte nicht,
dass Gott seine Sünde sieht, er wollte sich nicht ganz vor Gott entblößen. Der Mensch
fürchtete sich vor Gott und das ist ein Hinweis darauf, dass er noch nicht in der Liebe
Gottes vollendet war, denn die vollkommene Liebe Gottes vertreibt die Furcht.

Dann sprach Gott, der Herr: Siehe, der Mensch ist wie einer von uns geworden, dass er
Gut und Böse erkennt. Aber jetzt soll er nicht seine Hand ausstrecken, um auch noch vom
Baum des Lebens zu nehmen, davon zu essen und ewig zu leben. Da schickte Gott, der Herr,
ihn aus dem Garten Eden weg, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war.
Er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Kerubim wohnen und das
lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.
Genesis, Kapitel 3, Verse 22-24

Aber Gott, der Herr, rief nach dem Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
Er antwortete: Ich habe deine Schritte gehört im Garten; da geriet ich in Furcht,
weil ich nackt bin, und versteckte mich.
Genesis, Kapitel 3, Vers 11

Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht.
Denn die Furcht rechnet mit Strafe, wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.
1 Johannes, Kapitel 4, Vers 19

HINWEIS:
ENTBLÖßE DEIN INNERES VOR DIR SELBST

Der Geist aber sagt ausdrücklich: In späteren Zeiten werden manche vom
Glauben abfallen; sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen
zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist.
1 Timotheus, Kapitel 4, Verse 1-2

Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben; doch wenn er zurückweicht,
hat meine Seele kein Gefallen an ihm. Wir aber gehören nicht zu denen, die zurückweichen
und verloren gehen, sondern zu denen, die glauben und das Leben gewinnen.
Hebräer, Kapitel 10, Verse 38-39

Adam steht stellvertretend für alle sündigen Menschen. Alle Menschen haben
in und durch Adam gesündigt und sind deswegen in diese Welt gekommen.
Christus steht stellvertretend für alle gläubigen Christen.

Wie es also durch die Übertretung eines Einzigen für alle Menschen zur
Verurteilung kam, so kommt es auch durch die gerechte Tat eines Einzigen
für alle Menschen zur Gerechtsprechung, die Leben schenkt. Denn wie
durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht
worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen
zu Gerechten gemacht werden.
Römer, Kapitel 5, Verse 18-19

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden
als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen
Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen
Menschen auch die Auferstehung der Toten.
Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus
alle lebendig gemacht werden.
Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus;
dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören.
1 Korinther, Kapitel 15, Verse 20-23

Einem Menschen muss bewusst sein was ihm durch den Glauben zusteht.
Einem Menschen muss die Gnade Gottes bewusst sein, damit er aus der
Gnade Gottes zehren kann. Ein Gläubiger darf den Neuen Bund nicht mit
dem Alten Bund vermischen. Nur wenn ein Mensch im Neuen Bund eingebettet ist,
sieht Gott nicht mehr die Sünde in diesem Menschen. Gott überdeckt im
Neuen Bund Sünden durch seine Liebe, denn das Verhältnis zwischen Gott
und einem Menschen ist im Neuen Bund ein familiäres Verhältnis.

Diejenigen aber, die aus den Werken des Gesetzes leben, stehen unter einem Fluch.
Denn geschrieben steht: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was das Buch
des Gesetzes zu tun vorschreibt. Dass aber durch das Gesetz niemand vor Gott gerecht
gemacht wird, ist offenkundig; denn: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Für das
Gesetz aber gilt nicht: aus Glauben, sondern es gilt: Wer die Gebote erfüllt, wird durch
sie leben. Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum
Fluch geworden ist; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.
Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams
zuteilwird und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen.
Galater, Kapitel 3, Verse 10-14

Vor allem haltet beharrlich fest an der Liebe zueinander;
denn die Liebe deckt viele Sünden zu.
1 Petrus, Kapitel 4, Vers 8

Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse lässt einen Menschen seinen
Nächsten beurteilen, verurteilen und in eine Schublade stecken. Der Baum
der Erkenntnis von Gut und Böse bewirkt in einem Menschen Zorn, Unbarmherzigkeit
und äußere Gesetzlichkeit, weil der Zugang zum himmlischen Inneren nicht gegeben
ist. Die eigene innere Oberflächlichkeit eines Menschen wird ihm in seinem Nächsten
gespiegelt und anstatt die eigene innere Oberflächlichkeit zu erkennen, orientiert
sich dieser Mensch an die vermeintliche Oberflächlichkeit seines Nächsten. Nur das
eigene himmlische Innere kann die Oberflächlichkeit besiegen und die Hintergründe
hinter allen geistlichen Aktivitäten erkennen und die Zusammenhänge des Lebens
durchschauen und jegliche Verurteilung durchbrechen.

Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist,
da ist auch keine Übertretung. Deshalb gilt: aus Glauben,
damit auch gilt: aus Gnade.
Römer, Kapitel 4, Verse 15-16

Diejenigen aber, die aus den Werken des Gesetzes leben, stehen unter einem Fluch.
Denn geschrieben steht: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was das Buch
des Gesetzes zu tun vorschreibt. Dass aber durch das Gesetz niemand vor Gott gerecht
gemacht wird, ist offenkundig; denn: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Für das
Gesetz aber gilt nicht: aus Glauben, sondern es gilt: Wer die Gebote erfüllt, wird durch
sie leben. Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum
Fluch geworden ist; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.
Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams
zuteilwird und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen.
Galater, Kapitel 3, Verse 10-14

Gläubige, die im Neuen Bund leben, sind grundsätzlich, trotz aller Widerstände,
barmherzig und gütig und sie akzeptieren voll und ganz die freien Entscheidungen
ihrer Mitmenschen. Die im Neuen Bund lebenden Gläubigen sehen in das Herz
ihrer Mitmenschen und orientieren sich nicht an äußeren Maßstäben.

Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander,
wie auch Gott euch in Christus vergeben hat.
Epheser, Kapitel 4, Vers 32

Darum redet und handelt wie solche,
die nach dem Gesetz der Freiheit gerichtet werden!
Denn das Gericht ist erbarmungslos gegen den,
der nicht mit Erbarmen gehandelt hat.
Erbarmen triumphiert über das Gericht.
Jakobus, Kapitel 2, Verse 12-13

Jesus Christus hat nicht auf eine Sünde geschaut, sondern Jesus Christus setzt
seinen Schwerpunkt auf Heilung und Befreiung, Jesus Christus setzt seinen
Schwerpunkt auf Liebe, Barmherzigkeit und Auferbauung.
Die Menschen, die unter dem Alten Bund stehen, wollen andere Menschen gerne
vorführen und die Sünden in anderen Menschen sehen, um von ihren eigenen
Unzulänglichkeiten ablenken zu können.

Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn
seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst oder seine Eltern, sodass er blind
geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt,
sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es
Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in
der niemand mehr wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen
Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem
Teich Schiloach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich.
Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Johannes, Kapitel 9, Verse 1-7

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber
sind sie voll von Raffsucht und Gier. Du blinder Pharisäer!
Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch
außen rein.
Matthäus, Kapitel 23, Verse 25-26

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und
lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht:
Recht, Barmherzigkeit und Treue.
Matthäus, Kapitel 23, Vers 23

Die Pharisäer haben nur die Sünde gesehen, sie sind aber nicht über die Sünde hinausgegangen.
Die Pharisäer haben nicht die Not hinter der Sünde gesehen.
Die Pharisäer haben nicht die Sünde durch die Liebe verbannt.
Viele Menschen sehen bewusst und unbewusst nur die Sünde in ihrem Nächsten,
aber nicht den ewigen und unveränderlichen Wert im Menschen.

Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies.
Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind?
Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde.
Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.
Johannes, Kapitel 9, Verse 40-41

Im Alten Testament wird immer wieder von einem Lebensbaum gesprochen.
Wenn im Alten Testament vom Lebensbaum die Rede ist, dann ist damit
der Neue Bund gemeint, die familiäre Beziehung zu Gott. Ein Mensch, der
zur Gänze auf Gott vertraut, ist selbst ein Baum, der lebendige Früchte
hervorbringt. Gott lässt diesen lebendigen Baum wachsen und gedeihen.

So spricht der Herr:
Verflucht der Mensch, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch
sich stützt und dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Er ist wie ein
Strauch in der Steppe, der nie Regen kommen sieht; er wohnt auf
heißem Wüstenboden, im Salzland, das unbewohnbar ist.
Gesegnet der Mensch, der auf den Herrn vertraut und dessen Hoffnung
der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und zum Bach
seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt;
seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge,
er hört nicht auf, Frucht zu tragen.
Jeremia, Kapitel 17, Verse 5-8

Selig der Mensch, der Weisheit gefunden,
der Mensch, der Einsicht gewonnen hat.
Denn sie zu erwerben ist besser als Silber,
sie zu gewinnen ist besser als Gold.
Sie übertrifft die Perlen an Wert,
keine deiner Kostbarkeiten kommt ihr gleich.
Langes Leben birgt sie in ihrer Rechten,
in ihrer Linken Reichtum und Ehre;
ihre Wege sind schöne Wege,
all ihre Pfade führen zum Glück.
Ein Lebensbaum ist sie denen, die nach ihr
greifen, wer sie festhält, ist glücklich zu preisen.
Der Herr hat die Erde mit Weisheit gegründet
und mit Einsicht den Himmel befestigt.
Sprichwörter, Kapitel 3, Verse 13-19

Die Frucht des Gerechten ist ein Lebensbaum
und der Weise gewinnt Lebensfülle.
Sprichwörter, Kapitel 11, Vers 30

Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank,
erfülltes Verlangen ist ein Lebensbaum.
Sprichwörter, Kapitel 13, Vers 12

Eine sanfte Zunge ist ein Lebensbaum,
eine falsche Zunge bricht das Herz.
Sprichwörter, Kapitel 15, Vers 4

Die Gläubigen aus dem Alten Testament

DIE GLÄUBIGEN AUS DEM ALTEN TESTAMENT – Hebräer, Kapitel 11, Verse 1-40

Die Glaubenshelden, die im Alten Testament zu finden sind, standen in der Gnade Gottes.
Sie haben durch den Glauben Gott vertraut und sich Gott hingegeben. Sie hatten ein enges
Verhältnis zu Gott. Sie sind den inneren Weg gegangen und haben den Kampf mit sich
selbst aufgenommen. Die Glaubenshelden haben nicht mit irdischen Waffen gekämpft, sondern
mit den Waffen der Gerechtigkeit. Ein an Gott gläubiger Mensch nutzt keine irdischen Waffen,
um seine Ziele zu erreichen. Die Glaubenshelden aus dem Alten Testament nutzten
das Wort Gottes und die Glaubensgerechtigkeit als Waffe. Grundsätzlich geht es darum die
eigenen kontraproduktiven Gedankengebäude einzureißen und Platz zu schaffen für die Fülle
Gottes. Es geht nicht um einen äußeren Kampf, sondern es geht um den inneren Menschen,
der durch den Glaubensweg wiederhergestellt wird. Die Glaubenshelden aus Hebräer,
Kapitel 11, Verse 1-40 haben das Verheißene nicht erlangt , Abraham erwartete beispielsweise
noch die Stadt mit den festen Grundmauern, die Gott selbst geplant und gebaut hat.
Die Glaubenshelden aus dem Alten Testament waren noch nicht im neuen himmlischen
Jerusalem angekommen. Sie standen noch vor den Toren und sind noch nicht in die heilige
Stadt hineingegangen. Sie sind noch nicht zur Gänze in ihr inneres Himmelreich durchgedrungen.
Es muss einem Gläubigen bewusst sein, dass man durch den aktiven Glauben im eigenen
Herzen bereits im neuen, heiligen und himmlischen Jerusalem lebt. Wenn man den Sieger
Jesus Christus in sich leben lässt, dann hat man den eigenen inneren Kampf besiegt und ist
in die Ruhe Gottes eingegangen. Christen, die ihren Herzensglauben in sich noch nicht
entdeckt haben und leben, sind noch nicht zur Gänze im Neuen Bund, im himmlischen
Jerusalem angekommen. Viele Christen haben noch keinen familiären Bezug zu Gott.
Sie stehen noch vor den Toren des heiligen Jerusalems und sind daher noch nicht zur Gänze geschützt.

AUFRUF ZUM KAMPF
Schließlich: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht an die Waffenrüstung
Gottes, um den listigen Anschlägen des Teufels zu widerstehen! Denn wir haben nicht
gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten,
gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen
Bereichen. Darum legt die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils widerstehen,
alles vollbringen und standhalten könnt! Steht also da, eure Hüften umgürtet mit Wahrheit,
angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, die Füße beschuht mit der Bereitschaft für
das Evangelium des Friedens. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr
alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Und nehmt den Helm des Heils und das Schwert
des Geistes, das ist das Wort Gottes! Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im
Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich, dass mir das rechte
Wort gegeben werde, sooft ich meinen Mund auftue, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums
zu verkünden; als dessen Gesandter bin ich in Ketten, damit ich in ihm freimütig zu reden
vermag, wie es meine Pflicht ist.
Epheser, Kapitel 6, Verse 10-20

Die Waffen, die wir bei unserem Feldzug einsetzen,
sind nicht irdisch, aber sie haben durch Gott die Macht,
Festungen zu schleifen; mit ihnen reißen wir alle hohen
Gedankengebäude nieder, die sich gegen die Erkenntnis Gottes auftürmen.
2 Korinther, Kapitel 10, Verse 4-5

DIE MACHT DES WORTES GOTTES
Denn lebendig ist das Wort Gottes, wirksam und
schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt
durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von
Gelenken und Mark; es richtet über die Regungen
und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf
verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den
Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.
Hebräer, Kapitel 4, Verse 12-13

Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit,
sondern stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden
sind, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes!
Römer, Kapitel 6, Vers 13

Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden,
bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes durch Glauben
an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied:
Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Umsonst werden
sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.
Römer, Kapitel 3, Verse 21-24

Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört,
verhärtet nicht eure Herzen wie beim Aufruhr am Tag der Versuchung in der Wüste!
Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten
doch meine Taten gesehen, vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider
und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht. Darum habe
ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.
Hebräer, Kapitel 3, Verse 7-11

Gebt Acht, Brüder und Schwestern, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat,
dass keiner vom lebendigen Gott abfällt, sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es
noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird;
denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten,
die wir am Anfang hatten. Wenn es heißt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet
eure Herzen nicht wie beim Aufruhr – wer waren denn jene, die hörten und sich auflehnten?
Waren es nicht alle, die unter Mose aus Ägypten ausgezogen waren? Wer war Gott vierzig Jahre
lang zuwider? Waren es nicht die Sünder, deren Leichen in der Wüste liegen blieben? Wem
aber hat er geschworen, dass sie nicht eingehen sollten in seine Ruhe, wenn nicht den
Ungehorsamen? Und wir sehen, dass sie nicht hineinkommen konnten wegen ihres Unglaubens.
Hebräer, Kapitel 3, Verse 12-19

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt
hat durch unseren Herrn Jesus Christus.
1 Korinther, Kapitel 15, Vers 57

Abraham hat die Gnade Gottes noch nicht vollständig in sich verinnerlicht.
Abraham war noch nicht dazu in der Lage Menschen in den Neuen Bund zu führen.