HEUCHELEI

Menschen versuchen sich bewusst oder unbewusst anders
darzustellen als sie wirklich sind. Dadurch erhoffen sie
bewusst oder unbewusst egoistische Ziele zu erreichen.
Sie wollen gesehen werden, Aufmerksamkeit auf sich lenken,
gelobt werden, besser dastehen als andere und vieles mehr.
Auch Christen versuchen oft an der Oberfläche herumzukratzen,
damit sie Gott gefallen. Allerdings ist eine Veränderung nur
in der Tiefe mit Gott möglich. Ein Mensch kann nicht durch
eigenes Bemühen Gott gefallen, sondern man ist vom
Zeitplan Gottes abhängig. Dabei handelt es sich um einen
Veränderungs- und Reifeprozess. Menschen sollten genau
prüfen warum sie das eine oder andere tun und sie sollten
ihre Authentizität bewahren. Es geht darum zu dem inneren
Kern in sich vorzudringen. Der innere Kern ist das wie Gott einen
sieht. Oft werden Menschen bewusst oder unbewusst von Eltern,
der Verwandtschaft, von Erziehern, Lehrern und der allgemeinen
Gesellschaft ihrer Identität beraubt. Oft wird Menschen schon
früh beigebracht wie sie zu sein haben, anstatt das sie sich in
ihrer Freiheit selbst entfalten und entwickeln können. Dabei
bekommt man Glaubenssätze mit auf den Lebensweg, die für
die eigene Entfaltung schädlich sind und die eigene Authentizität
wird begraben. Man lebt ein schauspielerisches Leben ohne
Frucht und ohne Lebensfreude. Aus diesem schauspielerischen
Leben darf man sich mit der Hilfe Gottes befreien und man darf
sich von falschen Überzeugungen und falschen Vorstellungen
lossagen und man kann mit Gott einen neuen Weg beschreiten.

HEUCHELEI:
Unaufrichtigkeit gegenüber sich selbst
Sich seiner eigenen Lebenslüge bewusst sein, aber nichts ändern wollen
Nicht auf die tiefe göttliche Stimme im eigenen Herzen hören
Mit dem eigenen Lebensstil nicht zufrieden sein und diesen Lebensstil anderen Menschen überstülpen
Nicht von einer Religion überzeugt sein, aber die Religion und die beinhalteten Rituale an nachfolgende Generationen weitergeben
Einer Arbeit nachgehen von der man in seinem tiefsten Inneren nicht überzeugt ist
Eine Meinung vertreten mit der man selbst nicht in Resonanz steht
Andere Menschen mit schlechten Absichten aushorchen, um mit den gewonnen Informationen auf unterschiedlichste Art und Weise Profit zu machen
Der eigenen inneren Überzeugung nicht treu sein
Interesse vorspielen, obwohl kein Interesse besteht

Ihr Heuchler!
Treffend hat der Prophet Jesaja über euch gesagt:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen,
sein Herz aber ist weit weg von mir.
Vergeblich verehren sie mich; was sie
lehren, sind Satzungen von Menschen.
Matthäus, Kapitel 15, Verse 7-9

Sie schnüren schwere und unerträgliche Lasten zusammen
und legen sie den Menschen auf die Schultern, selber aber
wollen sie keinen Finger rühren, um die Lasten zu bewegen.
Alles, was sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen
zu werden: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die
Quasten an ihren Gewändern lang, sie lieben den Ehrenplatz
bei den Gastmählern und die Ehrensitze in den Synagogen
und wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt und die
Leute sie Rabbi nennen.
Matthäus, Kapitel 23, Verse 4-7

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich.
Denn ihr selbst geht nicht hinein und lasst die nicht hinein,
die hineingehen wollen.
Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen
für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist,
dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so
schlimm wie ihr selbst.
Matthäus, Kapitel 23, Verse 13-15

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und
lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht:
Recht, Barmherzigkeit und Treue.
Matthäus, Kapitel 23, Vers 23

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber
sind sie voll von Raffsucht und Gier. Du blinder Pharisäer!
Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch
außen rein.
Matthäus, Kapitel 23, Verse 25-26

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
Ihr seid wie getünchte Gräber, die von außen schön aussehen,
innen aber voll sind von Knochen der Toten und aller Unreinheit.
So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen
aber seid ihr voll Heuchelei und Gesetzlosigkeit.
Matthäus, Kapitel 23, Verse 27-28

Da sagte er zu ihnen:
Ihr stellt euch selbst vor den Menschen als gerecht hin;
aber Gott kennt eure Herzen.
Lukas, Kapitel 16, Vers 15

Jesus begann zu sprechen, vor allem zu seinen Jüngern:
Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei!
Lukas, Kapitel 12, Vers 1

Der Geist aber sagt ausdrücklich:
In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen;
sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden,
getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist.
1 Timotheus, Kapitel 4, Verse 1-2

Es gibt ungeheuchelten Glauben und geheuchelten Glauben.
Man muss wissen was Glaube ist, um zwischen ungeheucheltem Glauben und geheucheltem Glauben unterscheiden zu können.

Das Ziel der Unterweisung ist Liebe aus reinem Herzen,
gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.
Davon sind aber manche abgekommen und haben sich leerem Geschwätz zugewandt.
1 Timotheus, Kapitel 1, Verse 5-6

Die Weisheit von oben heuchelt nicht und bewirkt einen ungeheuchelten Glauben.

Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig, sodann friedfertig,
freundlich, gehorsam, reich an Erbarmen und guten Früchten,
sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht. Die Frucht der Gerechtigkeit
wird in Frieden für die gesät, die Frieden schaffen.
Jakobus, Kapitel 3, Verse 17-18

MENSCHENFURCHT

Menschenfurcht entsteht durch einen Mangel an Gottesliebe im eigenen Herzen.
Menschenfurcht entsteht bei einem bewussten und unbewussten Energieungleichgewicht unter Menschen.

MENSCHENFURCHT:
Einen bestimmten Menschen aufgrund seines Status mehr achten als einen anderen Menschen
Den inneren Herzensüberzeugungen aufgrund des Treibens anderer Menschen nicht mehr nachgehen
Den Wünschen anderer Menschen gerecht werden müssen
An etwas teilnehmen wozu man keine Herzenslust verspürt, weil man Angst vor den Reaktionen der Menschen hat, wenn man nicht teilnimmt
Sich zum Reden genötigt fühlen, obwohl man kein Bedürfnis hat zu reden
Menschen aufgrund ihres Status mehr vertrauen als Gott im eigenen Herzen
An einer Lästerung teilnehmen nur um in einer Menschengruppe zur Geltung zu kommen
Die Wahrheit über einen Menschen so verstellen, so dass man sich bei anderen Menschen damit wichtig machen kann

So dürfen wir zuversichtlich sagen:
Der Herr ist mein Helfer, ich werde mich nicht fürchten.
Was kann ein Mensch mir antun?
Jakobus, Kapitel 13, Vers 6

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben,
sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
2 Timotheus, Kapitel 1, Vers 7

Ihr aber, meine Kinder, seid aus Gott und habt die falschen Propheten besiegt;
denn Er, der in euch ist, ist größer als jener, der in der Welt ist.
1 Johannes, Kapitel 4, Vers 4

Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen
oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen?
Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi.
Galater, Kapitel 1, Vers 10

Doch Petrus und Johannes antworteten ihnen:
Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst.
Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.
Apostelgeschichte, Kapitel 4, Verse 19-20

Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?
Römer, Kapitel 8, Vers 31

Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen?
Römer, Kapitel 8, Vers 33

Wer kann sie verurteilen?
Römer, Kapitel 8, Vers 34

Meine Brüder und Schwestern, haltet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus,
den Herrn der Herrlichkeit, frei von jedem Ansehen der Person! Wenn in eure Versammlung
ein Mann mit goldenen Ringen und prächtiger Kleidung kommt und zugleich kommt
ein Armer in schmutziger Kleidung und ihr blickt auf den Mann in der prächtigen Kleidung
und sagt: Setz du dich hier auf den guten Platz! und zu dem Armen sagt ihr: Du stell dich
oder setz dich dort zu meinen Füßen! – macht ihr dann nicht untereinander Unterschiede
und seid Richter mit bösen Gedanken?
Jakobus, Kapitel 2, Verse 1-4

Wenn ihr aber nach dem Ansehen der Person handelt,
begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz überführt,
dass ihr es übertreten habt.
Jakobus, Kapitel 2, Vers 9

Die Angst des Menschen führt ihn in die Falle; wer auf den Herrn vertraut, ist gesichert.
Viele suchen die Gunst des Herrschers, aber das Recht kommt für alle vom Herrn.
Sprichwörter, Kapitel 29, Verse 25-26

Fragt doch ihn selbst, er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen!
Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die
Juden hatten schon beschlossen, jeden, der ihn als den Christus bekenne,
aus der Synagoge auszustoßen. Deswegen sagten seine Eltern:
Er ist alt genug, fragt ihn selbst!
Johannes, Kapitel 9, Verse 21-23

Dennoch kamen sogar von den führenden Männern viele zum Glauben an ihn;
aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht offen, um nicht aus der Synagoge
ausgestoßen zu werden. Denn sie liebten die Ehre der Menschen mehr als die Ehre Gottes.
Johannes, Kapitel 12, Verse 42-43

Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur im Verborgenen.
Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es.
Johannes, Kapitel 19, Vers 38